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Let's get the party started...

Konnichiwa!
So, noch bevor es wirklich nach Japan geht, gibt es hier noch den ersten und ultimativ letzten Blog-Eintrag von deutschem Boden aus.
Heute habe ich mein Gepäck gepackt und bin eigentlich soweit startklar - und irgendwie möchte ich jetzt auch los....
Nach neuesten Recherchen meiner Wenigkeit sieht meine geplante Route in etwa so aus:

Hinflug 18.05.08, 20:45 Uhr ab Frankfurt
Tokyo inkl. Tagesausflügen nach Yokohama und Kamakura (ca. 8 Tage)
Weiterfahrt zum Nikko Nationalpark (ca. 2 Tage)
Zurück nach Tokyo und von dort aus weiter nach Nagoya. Von dort aus Tagesausflüge nach Matsumoto und zum Ise-Shima-Nationalpark (ca. 4 Tage)
Weiterfahrt nach Kyoto. Von dort aus Tagesausflüge nach Osaka (2), Nara (1) und Himeji (1) (ca. 6 Tage)
Weiterfahrt nach Kurashiki/Okayama (ca. 2 Tage)
Weiterfahrt nach Hiroshima (+event. Insel Miyajima) (2/3 Tage)
Weiterfahrt nach Fukuoka. Von dort aus Tagesausflüge nach Nagasaki (2), Kumamoto (1) und Beppu (1)
Rückfahrt von Fukuoka nach Tokyo (1200km!!!), von dort aus nach Narita, wo der internationale Flughafen Tokyo-Narita liegt.
Rückflug 19.06.08, 11:35 Uhr ab Tokyo-Narita

Dewa omatase shimashita!!!
("Jetzt aber genug der Vorrede!!!" )

Watashi wa hikooki de nihon ni ikimasu!
("Ich starte mit dem Flugzeug nach Japan!" )

Macht's gut und lasst Deutschland noch so lange stehen bis ich wieder zurück komme!

Robin

1 Kommentar 16.5.08 16:54, kommentieren

Ohayou gozaimasu

So, gestern bin ich in Tokyo angekommen. Scheinbar habe ich den Wetterbericht aus dem japanischen Fernsehen gestern richtig interpretiert - es schuettet wie aus Kuebeln. Verantwortlich scheint ein Taifun zu sein, dessen"Epizentrum" gerade Tokyo erreicht....
Mein Hostel ist insgesamt sehr in Ordnung fuer den Preis, mein Zimmer ist halt gerade mal 5m^2 und es gibt eine Herren-Dusche fuer ca. 90 Zimmer (von denen aber wohl nichtmal die Haelfte belegt ist, wodurch ich heute morgen problemlos duschen konnte).



Die naehere Umgebung des Hostels ist auch ok - dank Supermaerkten, Restaurants und Geldautomaten werde ich schon nicht verhungern.
So, jetzt gehts aber mal ab in den Grossstadtdschungel Richtung Ueno und Asakusa. Drueckt mir die Daumen, dass das Wetter doch noch ein bisschen besser wird

6 Kommentare 20.5.08 01:31, kommentieren

Und taeglich gruesst das Murmeltier

Meine Gebete wurden erhoert!!!
Gestern war traumhaft schoenes Wetter...der Umschwung ist fast zu heftig. Vorgestern der ganze Himmel voll mit schwarzen Wolken und Regen, dass vieles ueberschwemmt war und gestern keine einzige Wolke am strahlend blauen Himmel...und das bei +28 Grad C.

Vorgestern war ich wie gesagt in Ueno und Asakusa. Der Ueno Park war bei dem Mistwetter natuerlich nicht sonderlich toll, aber immerhin eine gruene Oase inmitten von Beton. Von dort aus ging es ins National Museum of Nature and Science, was sicherlich zu den besten der Welt gehoert. Den Vergleich mit dem Natural Historz Museum in London braucht das Ding nicht zu scheuen. Danach ging es ins Tokyo National Museum, was mit archaeologischen Funden aus Japan auch toll war. Der Amayayokocho Markt direkt daneben war auch toll - allerlei Fisch, Gemuese und Textilprodukte wurden lauthals angepriesen. Beeindruckend war allerdings der Sensoji-Tempel in Asakusa:



Gestern ging es dann zum Tsukiji-Fischmarkt, dem groessten Fischmarkt der Welt. Dort war ein Spektakel los, das sag ich euch...Chaos pur, dazu kam Fischgestank und berge Muell. Naja, muss man mal erlebt haben, denke ich.
Danach ging es zum Tokyo Tower, einer Nachbildung des Pariser Eifelturms, nur in rot-weiss (weil es zugleich Fernsehturm Tokyos ist) und noch ein paar Meter hoeher als das Orginal. Aus 200m hat man einen tollen Ueberblick ueber Tokyo!!!



Gestern abend ging es dann noch kurz nach Shibuya (ja, das ist ein Stadtteil Tokyos und keine Karaoke-Show auf Viva oder MTV!!!) um dort die fabelhafte Leuchtreklame zu bestaunen:



Es waren Massen von Menschen unterwegs...wie ueberhaupt in Tokyo...man muss das schon wollen und man darf nicht unter Platzangst leiden. Manchmal findet man vor lauter Menschen einfach den Weg nicht...oder wird von der Masse in eine voellig falsche Richtung mitgeschleppt, weil man nicht ausweichen kann...
Heute gehts mit den Einkaufsmeilen in Shibuya weiter, sowie nach Shinjuku, wo das Rathaus Tokyos steht.
Machts gut!

3 Kommentare 22.5.08 01:31, kommentieren

Vergesst Manhattan, kommt nach Tokyo!!!

So, der heutige Tag ist auch beendet und ich muss sagen, dass ich schneller mit meinem Programm durch bin, als ich dachte. Es fehlt eigentlich nur noch das neue Stadtviertel auf der aufgeschuetteten Insel im Hafen Tokyos, Odaiba.

Zunaechst mal: Tokyo ist riesig...obwohl ich haeufig U-Bahn fahre ist Tokyo dennoch ein riesiges Gebiet, was es auch zu erlaufen gilt. Ich denke, an den 3 Tagen hier in Tokyo komme ich auf gute 60km die ich gelaufen bin...etliche Metro km kommen hinzu. Alleine das Umsteigen von einer Metro in die andere kostet bis zu 800m und das Finden des richtigen Aussgangs ist selbst bei kleinen Metro-Stationen, die bis zu 20 Ausgaenge aufweisen, gar nicht so einfach. Nun stellt euch vor, was mich heute am groessten bahnhof der Welt *Shinjuku mit taeglich 4 Mio Fahrgaesten) erwartet hat...das ist kein Bahnhof mehr, das ist eine unterirdische Stadt mit tausenden Pendlern.

Heute gings also wie angekuendigt zuerst nach Shibuya in die Konsumtempel. Dann ging es am Yoyogi National Stadium (eine riesige Sporthalle) vorbei zum Yoyogi Park mitsamt Meji-Schrein.



Danach ging es nach Shinjuku, eben dem groessten Bahnhof der Welt. Von dort aus ins Tokyo Metropolitan Government, wo es eine kostenlose Aussichtsplattform auf 243m Hoehe gibt. Hier hat man auch einen tollen Blick. Ueberhaupt ist rund um das Gebaeude der Stadtverwaltung ein Hochhaus neben dem anderen, alle um die 250-350m hoch. Ich frage mich ernsthaft: Wer braucht da noch nach Manhattan? Und dank des Tokyo Towers braucht man auch nicht nach Paris...man hat quasi Tokyo, Manhattan und Paris zusammen in Tokyo!!!



Danach ging es noch kurz in den Shinjuku-gyoen (gyoen bedeutet Nationalpark) und von dort ins Mori Art Museum, welches leider teuer und enttaeuschend war. Im Fuehrer stand, es haette Miniaturmodelle von Tokyo, Paris, London und New York zur Schau gestellt, weswegen ich auch in dieses Museum gegangen bin. Aber keines der Modelle war zu sehen. Sehr schade, man haette anscheinend gesehen, wie klein New York gegenueber Tokyo ist.

Heute war auch wieder super Wetter - aber ein paar Wolken waren heute wieder am Himmel zu sehen. Dennoch habe ich ein bisschen Sonnenbrand ;-)

Liebe Gruesse an euch alle!!!
Robin

1 Kommentar 22.5.08 12:44, kommentieren

Kamakura wa sugoi desu, ne?!?!

Sooo...nachdem ich mit meinem Tokyo Programm wie gesagt so gut wie durch bin, war heute der erste Ausflugstag.
Von Tokyo Station (bis dahin ca. 45min U-Bahn) ging es nach Kamakura (ca. 1 Stunde mit einer Regionalbahn). Heute war das Wetter sogar unbarmherzig...ab ca. 10Uhr morgens brannte die Sonne wie die Hoelle. Ich schaetze, dass heute locker die 30 Grad C Marke gebrochen wurde. Und ganz ehrlich: Mit der im Vergleich zu uns deutlich hoeheren Luftfeuchtigkeit war das kein allzu grosser Spass mehr. Sonnenbrand war unausweichlich (ich war heute 6 Stunden in der prallen Sonne unterwegs) und die Kosten fuer die noetige Rehydration meinerseits stiegen in Hoehen, die ich nicht fuer moeglich gehalten habe ^^
Jedenfalls ist Kamakura ein kleines, verschlaffenes Doerfchen 45km suedlich von Tokyo. Zunaechst passierte ich mit hunderten anderer Touristen die 5 grossen Zen-Tempel Kamakuras. In dieser Gegend ist Kamakura wahrlich kein Touristenort - kaum Souvenirstaende und keine (!!!) englische Beschriftung. Die Orientierung fiel nicht leicht und zum ersten Mal kam ich mir ein wenig hilflos vor. Ich habe mich dann letztendlich immer den Schulklassen (die heute zu Hauf unterwegs waren) unauffaellig angeschlossen - so kam ich zielsicher von einem tempel zum naechsten ^^
An den Hauptattraktionen des Dorfes, dem grossen Buddha und dem Hase-Tempel angekommen (3km weiter) ist dann Kamakura das, was ich erwartet hatte: Souvenir-Stand reiht sich an Souvenir-Stand und die kleinen Strassen des Dorfes reichen nicht aus, um die Touristenmassen und die umherfahrenden Autos zu beherbergen. Die Attraktionen, auch schon die Zen-Tempel, waren dieses Dorf allerdings mehr als wert, obwohl ich heute zum ersten mal recht viel Geld fuer Sehenswuerdigkeiten ausgeben musste (ca. 15euro insgesamt).
Kamakura liegt zudem am Strand (wofuer ich mit Badehose ausgeruestet war), allerdings handelt es sich um pazifik-kueste (pazifik ist kaelter als Mittelmeer) und selbst Japaner trauten sich nur mit duennem Neopren-Anzug ins Wasser. So blieb mir diese Erfrischung verwaehrt...

Liebe Gruesse
Robin



1 Kommentar 23.5.08 11:17, kommentieren

Nikko - oder: Traeume werden wahr...

Heute war Aufstehen um 5:30Uhr angesagt...das erinnerte mich an meine Tage bei der LUBW wo das die Regel war ^^.

Um 7:10Uhr ging es von Tobu-Asakusa Station nach Tobu Nikko Station, also in das Unesco Weltkulturerbe und den Nationalpark Nikko. Die Zugfahrt dauerte hin etwa 2 Stunden und zurueck 2:20 Stunden. Von Tobu Nikko ging es mit dem Bus (nochmals ca. 1 Stunde) zum Chuzenji-See, von dem aus der Kegon Wasserfall 100m in die Tiefe stuerzt...ein beeindruckendes Naturschauspiel!!!



Das Natural Science Museum direkt nebenan veranschaulicht die vulkanischen Urspruenge des Nikko Nationalparks.

Von dort aus ging es mit dem Bus (50min) bei immer dichter bewoelkterem Himmel (der Wetterbericht hatte Regen vorausgesagt) zur heiligen Shinkyo Bruecke.

Hier war es nur noch ein Katzensprung bis zu den eigentlichen Highlights des Nikko Nationalparks: Naemlich den 5 Tempel&Schreinen Nikkos. Und davon war wirklich einer schoener und gewaltiger in den Ausmassen als der andere. Viel schoener als alle Tempel und Palaeste, die ich in Peking gesehen habe! Diese Tempel-&Schreinanlage gehoert meines Erachtens nach ganz oben in der Liste der Sehenswuerdigkeiten der Welt, die man unbedingt besucht haben muss.

Es gibt ein japanisches Sprichwort, das lautet uebersetzt: "Sage nicht "schoen" bevor du Nikko besucht hast." Und das Sprichwort spricht mir aus der Seele!







Mit dem Bus fuhr ich zurueck zum Bahnhof und von dort wieder nach Hause. Mit der Anfahrt per U-Bahn habe ich heute 7,5 Stunden in oeffentlichen Verkehrsmitteln Japans verbracht, in Nikko betrug die reine Besuchszeit 4,5 Stunden.

Morgen geht es wohl nach Yokohama oder zum letzten Teil meiner Tokyo Besichtigung, der aufgeschuetteten Insel Odaiba.

Bis zum naechsten Eintrag!
Robin

1 Kommentar 24.5.08 11:40, kommentieren

Yokohama

Dass einem neben Tokyo anderen Staedte klein vorkommen moegen, mag mir bewusst gewesen sein, als ich heute nach Yokohama ging. Aber, dass Yokohama (immerhin 3,3 Mio Einwohner) sooo klein im Gegensatz zu Tokyo ist,haette ich nicht gedacht.
Aber der Reihe nach. Um ca. 8 Uhr gings raus aus dem Hotel in den stroemenden Regen. Nachdem ein Unfall auf meiner U-Bahn Strecke war und ich in Tokyo Station noch was zu erledigen hatte, kam ich erst gegen 10:30Uhr in Yokohama an - bei noch immer anhaltendem starken Regen. Yokohama Station ist auch riesig - und wegen wesentlich weniger Beschriftung deutlich unuebersichtlicher als alle Stationen in Tokyo. Bis ich eine Touristeninformation gefunden habe, die mir mit einem Stadtplan aus der Patsche hilft, irre ich gut eine halbe Stunde planlos durch Yokohama...
Nach einer Stunde hoert der Regen auf und meine Stimmung wird besser. Als ich zu den einzelnen Sehenswuerdigkeiten in Yokohama innerhalb weniger Minuten komme, traue ich meinen Augen kaum...denn die Karte von Yokohama zeigt Yokohama als grosse Stadt. Ein Blick auf den Massstab schafft Klarheit: Der zugrunde liegende Massstab ist um 1/3 kleiner als der bei meinen bisherigen Karten in Tokyo - kein Wunder komme ich so schnell voran.
Das hoechste Gebaeude Japans - der Landmark Tower in Yokohama - steht aufgrund des schelchten Wetters zu grossen Teilen im Nebel. Ich erspare mir die Unkosten fuer den schnellsten Lift der Welt (75 Stockwerke in 40 Sekunden) hinauf zur Aussichtsplattform des Landmark Towers.
Vorbei am Yamashita Park, der direkt am Hafen liegt und auf dem unzaehlige Japaner derzeit kampieren, weil ein Ruderer-Wettbewerb ausgetragen, komme ich nach Chinatown, der groessten Ansammlung von Chinesen in Japan. Dort esse ich Dim Sum (welches mir schon aus Peking bekannt war, diesmal aber mit Hackfleischfuellung).

 

Ueberhaupt ist Yokohama als groesster Hafen Japans voll von Auslaendervierteln - es gibt viele christl. Kirchen, eigene Auslaenderfriedhoefe usw.

Vorbei am Yokohama Stadion, wo Deutschland 2002 im WM-Finale mit dem fatalen Patzer von Oliver Kahn (der damals trotzdem als bisher einziger Torwart zum besten Spieler der WM gekuert wurde) eine bittere 0:2 Niederlage gegen Brasilien hinnehmen musste, fuehrt mich mein Weg wieder nach Tokyo, wo ich mir fuer meine Abreise aus Tokyo nach Nagoya (am Dienstag) ein Zugticket kaufe. 7900 Yen oder 49 EURO kostet mich die 366km lange Strecke mit dem langsamsten Shinkansen (Kodama-Shinkansen, die Strecke dauert 2:50h) - mein Zugticket gilt naemlich erst ab dem 29.05.

Machts gut!

1 Kommentar 25.5.08 10:11, kommentieren